Eisenmetalle: Klassifizierung und Leitfaden zur Auswahl von CNC-Bearbeitungsverfahren

 
Eisenmetalle bilden das strukturelle Rückgrat der modernen Industrie. Sie kommen in Baubalken, Getrieben für Kraftfahrzeuge, Maschinenbetten und chirurgischen Instrumenten zum Einsatz. Tatsächlich machen Legierungen auf Eisenbasis über 90% des Gewichts des gesamten in der Technik verwendeten Materials aus. Zu ihren gemeinsamen Vorteilen zählen hohe Festigkeit, hervorragende Verschleißfestigkeit, Wärmebehandelbarkeit und Kostenkontrolle. Allerdings ist “Eisenmetall” keineswegs ein einheitlicher Begriff. Die Zerspanbarkeit von kohlenstoffarmem Stahl unterscheidet sich drastisch von der von Schnellarbeitsstahl. Ebenso überschneiden sich die Anwendungsbereiche von Edelstahl 304 kaum mit denen von Grauguss. Daher ist das Verständnis der Klassifizierungslogik, der Leistungsgrenzen und der Bearbeitungsstrategien von Eisenmetallen die Voraussetzung dafür, dass Ingenieure fundierte Entscheidungen bei der Werkstoffauswahl treffen können. Dieser Leitfaden beginnt mit Definitionen und Klassifizierungskriterien. Anschließend behandelt er systematisch die Kerneigenschaften, sechs wichtige Werkstoffkategorien, die Funktionen von Legierungselementen, CNC-Bearbeitungsstrategien, typische Anwendungsbereiche, Vor- und Nachteile sowie Methoden zur Werkstoffauswahl. Darüber hinaus liefert er quantifizierte Daten, die Ingenieure direkt bei der Prozessüberprüfung anwenden können.

1. Definitions- und Klassifizierungskriterien

Was sind Eisenmetalle?

Eisenmetalle sind Metalle und Legierungen, bei denen Eisen (Fe) den Hauptbestandteil bildet. Das Wort “ferrous” leitet sich vom lateinischen Wort “ferrum” ab, was “Eisen” bedeutet. Das einzige Kriterium für die Einstufung eines Werkstoffs als Eisenmetall ist dabei, ob Eisen sein Hauptbestandteil ist – nicht, ob es magnetisch ist. Zu den typischen Eisenmetallen zählen Kohlenstoffstahl, Edelstahl, legierter Stahl, Werkzeugstahl, Gusseisen und Schmiedeeisen. Eine wichtige Klarstellung: Nicht alle Eisenmetalle sind magnetisch. Austenitische Edelstähle (wie 304 und 316) zeigen im geglühten Zustand ein paramagnetisches Verhalten. Daher haften Magnete nicht an ihnen. Umgekehrt sind einige Seltenerd-Dauermagnete stark magnetisch, enthalten jedoch kein Eisen und gelten daher als nicht-eisenhaltig. Folglich sind „eisenhaltig“ und „magnetisch“ zwei voneinander unabhängige Klassifizierungskriterien, die niemals verwechselt werden sollten.

Kohlenstoffgehalt: Der entscheidende Maßstab für die Klassifizierung von Eisenmetallen

Der Kohlenstoffgehalt ist die entscheidende Variable, die Stahl von Eisen unterscheidet und die Eigenschaften von Eisenmetallen bestimmt. Kohlenstoff bildet mit Eisen Zementit (Fe₃C). Dies erhöht die Härte und Festigkeit erheblich, verringert jedoch gleichzeitig die Duktilität und die Schweißbarkeit. Dementsprechend lauten die branchenüblichen Klassifizierungsgrenzen wie folgt:
Kategorie Kohlenstoffgehalt Typische Werkstoffe Wichtigste Merkmale
Schmiedeeisen <0,08% Schmiedeeisen Extrem weich, hochduktil, praktisch nicht wärmebehandelbar
Kohlenstoffarmer Stahl 0.05%–0.25% AISI 1018, Q235 Weich, leicht zu bearbeiten, hervorragende Schweißbarkeit, geringere Festigkeit
Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt 0.25%–0.60% AISI 1045, 40Cr Höhere Festigkeit, zum Abschrecken und Anlassen geeignet, mäßige Schweißbarkeit
Kohlenstoffreicher Stahl 0.60%–2.10% AISI 1095, T8 Hohe Härte, ausgezeichnete Verschleißfestigkeit, spröde, schlechte Schweißbarkeit
Gusseisen 2.10%–4.50% HT200, QT600 Hervorragende Fließfähigkeit, leicht zu gießen, schwingungsdämpfend, verschleißfest, geringe Duktilität
Wie die Tabelle zeigt, löst jeder Schritt innerhalb eines Kohlenstoffgehaltsbereichs eine qualitative Veränderung der Bearbeitungsstrategie und des Anwendungsszenarios aus. Daher reicht es bei weitem nicht aus, auf technischen Zeichnungen lediglich “Stahl” oder “Eisen” zu vermerken. Stattdessen müssen die spezifische Güteklasse, der Wärmebehandlungszustand und der Härtewert eindeutig angegeben werden.

2. Eisenmetalle vs. Nichteisenmetalle

Der grundlegende Unterschied zwischen Eisen- und Nichteisenmetallen liegt im Eisengehalt. Ihre Unterschiede hinsichtlich der technischen Eigenschaften gehen jedoch weit darüber hinaus. Daher werden in der folgenden Vergleichstabelle die Unterschiede in zehn Bereichen systematisch dargestellt:
Dimension Eisenmetalle Nichteisenmetalle
Hauptbestandteil Eisen als Matrix Eisenfreies oder nicht eisenhaltiges Metall als Matrix
Dichte 7,0–8,0 g/cm³ (im Allgemeinen hoch) 1,7–19,3 g/cm³ (sehr großer Bereich)
Stärke Im Allgemeinen hoch, wärmebehandelbar Weicht stark ab; Aluminium mäßig, Titan hoch
Korrosionsbeständigkeit Kohlenstoffstahl schlecht, Edelstahl gut Aluminium, Titan, Kupfer – im Allgemeinen gut geeignet
Elektrische Leitfähigkeit Mäßig bis gering (7–18% IACS) Kupfer 100% IACS, Aluminium 62% IACS
Magnetismus Die meisten sind magnetisch (mit Ausnahme von austenitischem Edelstahl) Im Allgemeinen nicht magnetisch
Bearbeitbarkeit Das ist sehr unterschiedlich; kohlenstoffarmer Stahl ist gut geeignet, gehärteter Stahl ist schwierig Aluminium/Messing: einfach, Titan/Nickelbasis: schwierig
Kosten Im Allgemeinen kostengünstig (Edelstahl und Werkzeugstahl sind teurer) Im Allgemeinen höher (Titan, Nickelbasislegierungen, Kupfer)
Typische Anwendungsbereiche Konstruktionen, Getriebe, Wellen, Formen, Bauwesen Gewichtsreduzierung in der Luft- und Raumfahrt, Leitfähigkeit in der Elektronik, Wärmeableitung
Bei der Materialauswahl gibt es keine absolute Überlegenheit. So eignet sich beispielsweise für eine hochbelastete Getriebewelle eher die Stahllegierung 4140. Im Gegensatz dazu sollte für ein leichtes Gehäuse in der Luft- und Raumfahrt Aluminium verwendet werden. Bei elektrischen Leitern ist Kupfer die bevorzugte Wahl, während korrosionsbeständige Präzisionsventile am besten aus Edelstahl 316 gefertigt werden. Dementsprechend sollten Ingenieure Faktoren wie Festigkeit, Gewicht, Korrosionsbeständigkeit, Leitfähigkeit, Bearbeitbarkeit und Kosten entsprechend den tatsächlichen Betriebsbedingungen abwägen.

3. Wesentliche Leistungsmerkmale

Festigkeit und Härte

Der herausragendste Vorteil von Eisenmetallen ist ihre hohe Festigkeit und Wärmebehandelbarkeit. Kohlenstoffarmer Stahl im geglühten Zustand weist eine Zugfestigkeit von etwa 350–450 MPa auf. Vergüteter 4340-Legierungsstahl kann 1000–1200 MPa erreichen. Darüber hinaus überschreiten ultrahochfeste Stähle 1500 MPa. Zudem reicht die Härte von 120 HBW bei kohlenstoffarmem Stahl bis zu über 65 HRC bei Schnellarbeitsstahl – ein außerordentlich breiter Bereich. Bei der CNC-Bearbeitung führt jede Erhöhung der Härteklasse zu einem deutlichen Anstieg der Schnittkräfte, Schnitttemperaturen und des Werkzeugverschleißes. Insbesondere bei der Bearbeitung von gehärtetem Stahl mit einer Härte über HRC 50 wechseln Hersteller in der Regel zu CBN- oder Keramikwerkzeugen. Zudem reduzieren sie die Schnittgeschwindigkeiten auf 1/3–1/5 der bei herkömmlichem Stahl verwendeten Werte.

Verschleißfestigkeit und Haltbarkeit

Hochkohlenstoffstähle, Werkzeugstähle und viele legierte Stähle erreichen durch Karbidverstärkung und Wärmebehandlung eine hervorragende Verschleißfestigkeit. Zudem sorgen die Graphitflocken im Grauguss für eine selbstschmierende Wirkung. Dies bewährt sich besonders gut bei Reibpaaren wie Führungsbahnen, Buchsen und Zylinderbohrungen. Daher sind Eisenmetalle für Bauteile, die wiederholter Reibung und Stoßbelastung ausgesetzt sind – Zahnräder, Wellen, Formen, Führungsbahnen und Schneidwerkzeuge –, praktisch unersetzbar.

Magnetische Eigenschaften

Die meisten Eisenmetalle weisen Ferromagnetismus auf. Diese Eigenschaft ist in Motoren, Generatoren, Transformatorenkernen und magnetischen Halterungen unverzichtbar. Wie bereits erwähnt, sind austenitische Edelstähle (304, 316) im geglühten Zustand jedoch paramagnetisch. Der Grund dafür ist, dass Nickel die flächenzentrierte kubische (FCC) Austenitstruktur stabilisiert. Nach der Kaltverformung wandelt sich ein Teil des Austenits in Martensit um, wodurch der Magnetismus leicht zunimmt. Dies erklärt, warum manche bearbeitete Teile aus Edelstahl 304 schwach von Magneten angezogen werden können.

Hitzebeständigkeit

Gewöhnlicher kohlenstoffarmer Stahl weist oberhalb von 400 °C erhebliche Oxidation und Festigkeitsverluste auf. Im Vergleich dazu können legierte Stähle und rostfreie Stähle, die Chrom, Nickel und Molybdän enthalten, langfristig bei 600–1000 °C eingesetzt werden. So wird beispielsweise der Edelstahl 310 in Hochtemperatur-Ofenkomponenten bei Temperaturen unter 1000 °C eingesetzt. Die Nickelbasislegierung Inconel 625 behält bei 980 °C eine hohe Festigkeit bei. Daher dürfen sich Ingenieure bei der Auswahl von Werkstoffen für den Hochtemperaturbetrieb keinesfalls allein auf die Bezeichnung “Eisen” verlassen. Stattdessen sollten sie die Streckgrenze, die Kriechgrenze und die Oxidationsbeständigkeit der jeweiligen Sorte bewerten.

Korrosionsbeständigkeit

 
Die Korrosionsbeständigkeit variiert bei Eisenmetallen enorm. Gewöhnlicher Kohlenstoffstahl und Gusseisen rosten schnell, wenn sie feuchter Luft ausgesetzt sind (und bilden dabei Fe₂O₃·xH₂O). Zu ihrem Schutz sind sie auf Oberflächenbehandlungen wie Verzinkung, Lackierung, Pulverbeschichtung oder Schwarzoxidierung angewiesen. Im Gegensatz dazu bilden rostfreie Stähle durch den Zusatz von mindestens 10,5% Chrom einen dichten Cr₂O₃-Passivfilm auf der Oberfläche, der sich selbst regeneriert und Korrosionsbeständigkeit gewährleistet. Darüber hinaus weist der Edelstahl 316, dem 2–3% Molybdän zugesetzt wurde, in chloridhaltigen Umgebungen wie Meerwasser und medizinischen Desinfektionsmitteln eine deutlich bessere Lochfraßbeständigkeit auf als der Edelstahl 304.

Elektrische und thermische Leitfähigkeit

Eisenmetalle weisen im Allgemeinen eine geringere elektrische Leitfähigkeit auf als Kupfer und Aluminium. Reines Eisen leitet Strom mit etwa 18% IACS. Bei Kohlenstoffstählen sinkt dieser Wert aufgrund von Kohlenstoff und Legierungselementen weiter auf 7–12% IACS. Was die Wärmeleitfähigkeit betrifft, so liegt diese bei Kohlenstoffstahl bei etwa 50 W/(m·K). Edelstahl erreicht nur 15–20 W/(m·K). Genau aus diesem Grund kann die Schnittwärme bei der Bearbeitung von Edelstahl nicht über das Werkstück abgeleitet werden und sammelt sich tendenziell an der Schneidkante an. Folglich eignen sich Eisenmetalle besser für Anwendungen, bei denen mechanische Festigkeit gefragt ist, als für solche, bei denen maximale elektrische oder thermische Leitfähigkeit im Vordergrund steht.

4. Sechs Hauptkategorien von Eisenmetallen

1. Kohlenstoffstahl

Kohlenstoffstahl ist eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung, in der Kohlenstoff als primäres Festigkeitselement dient. Er wird je nach Kohlenstoffgehalt in kohlenstoffarmen, kohlenstoffmittleren und kohlenstoffreichen Stahl unterteilt. Kohlenstoffarmer Stahl (1018, Q235) bietet die geringsten Kosten, die beste Duktilität und eine hervorragende Schweißbarkeit. Er findet breite Anwendung bei Halterungen, Rahmen, Blechen und Befestigungselementen. Mittelkohlenstoffstahl (1045, 40Cr) bietet hingegen eine höhere Festigkeit und Härte. Durch Abschrecken und Anlassen lassen sich gute umfassende mechanische Eigenschaften erzielen. Dies macht ihn zum bevorzugten Werkstoff für Wellen, Zahnräder und Pleuelstangen. Schließlich bietet Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt (1095, T8) eine extrem hohe Härte und Verschleißfestigkeit. Allerdings weist er Sprödigkeit und eine schlechte Schweißbarkeit auf. Er wird vor allem für Federn, Klingen und Handwerkzeuge verwendet.

2. Edelstahl

Edelstahl ist eine Legierung auf Eisenbasis, die mindestens 10,5% Chrom enthält. Er wird anhand seiner Mikrostruktur in fünf Kategorien eingeteilt. Erstens sind austenitische Sorten (304, 316) nichtmagnetisch, zäh und nicht wärmebehandelbar. Zweitens sind ferritische Sorten (430) magnetisch und kostengünstig. Drittens sind martensitische Sorten (410, 440C) durch Abschrecken härtbar und verschleißfest. Viertens vereinen Duplex-Sorten (2205) eine Dualphase aus Austenit und Ferrit mit hoher Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Schließlich sind ausscheidungsgehärtete Sorten (17-4PH) bis zu 44 HRC ausscheidungshärtbar. Sie finden breite Anwendung in medizinischen Geräten, der Lebensmittelverarbeitung, der chemischen Industrie, der Luft- und Raumfahrt sowie bei präzisen CNC-Teilen. Bei der Bearbeitung müssen Hersteller besonders auf die Kaltverfestigung, die Ansammlung von Schnittwärme und die Spankontrolle achten.

3. legierter Stahl

Bei legiertem Stahl werden dem Kohlenstoffstahl Elemente wie Chrom, Nickel, Molybdän, Vanadium und Mangan beigemischt. Diese Elemente verbessern die Festigkeit, die Härtbarkeit, die Zähigkeit, die Verschleißfestigkeit oder das Verhalten bei hohen Temperaturen. 4140 (Cr-Mo-Stahl) und 4340 (Ni-Cr-Mo-Stahl) sind die gängigsten legierten Baustähle. Nach dem Abschrecken und Anlassen erreichen sie eine Zugfestigkeit von 900–1200 MPa. Sie finden breite Anwendung in Zahnrädern, Wellen, Kurbelwellen und hochbelasteten Bauteilen. Die Zerspanbarkeit von legiertem Stahl unterscheidet sich jedoch erheblich zwischen dem geglühten und dem gehärteten Zustand. Glüher 4140 lässt sich gut bearbeiten, während er im auf 45 HRC gehärteten Zustand harte Bearbeitungsverfahren erfordert. Daher muss der Werkstoffzustand in den Zeichnungen eindeutig angegeben werden.

4. Werkzeugstahl

Werkzeugstahl ist eine hochfeste Legierung auf Eisenbasis, die speziell für Schneid-, Umform- und Stanzwerkzeuge entwickelt wurde. Er wird nach Legierungssystem und Anwendungsbereich in sieben Serien unterteilt. Dazu gehören W (wasserhärtend), O (ölhärtend), A (lufthärtend), D (hochkohlenstoffhaltig, hochchromhaltig), H (für die Warmumformung), S (schlagfest) und M (Schnellarbeitsstahl). Der Gesenkstahl D2 enthält 12% Chrom und 1,5% Molybdän. Nach dem Abschrecken erreicht er eine Härte von 60–62 HRC bei ausgezeichneter Verschleißfestigkeit. Damit ist er die erste Wahl für Kaltprägewerkzeuge und Schneidklingen. Der Warmarbeits-Werkzeugstahl H13 enthält 5% Chrom, 1,5% Molybdän und 1% Vanadium. Er behält bei 600 °C eine hohe Härte und Zähigkeit bei. Darüber hinaus findet er breite Anwendung in Druckgussformen und Warmschmiedegesenken. Schließlich enthält der Schnellarbeitsstahl M2 Wolfram, Molybdän und Vanadium und zeichnet sich durch eine hervorragende Rot-Härte aus. Er ist nach wie vor ein klassischer Werkstoff für Schneidwerkzeuge. Werkzeugstahl wird typischerweise im geglühten Zustand (ca. 200 HBW) vor- und halbfeinbearbeitet. Anschließend wird er durch Härten und Anlassen auf die Endhärte gebracht. Danach erfolgt die Endbearbeitung durch Schleifen, Elektroerosion (EDM) oder Hartfräsen. Das direkte Zerspanen mit großem Zettel im gehärteten Zustand führt zu schnellem Werkzeugverschleiß oder sogar zu Kantenausbrüchen.

5. Gusseisen

Gusseisen ist eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung mit einem Kohlenstoffgehalt von 2,1–4,5%, wobei der Kohlenstoff hauptsächlich in Form von Graphit vorliegt. Es wird anhand der Graphitmorphologie in vier Typen unterteilt. Erstens weist Grauguss (HT200/HT250) Flockengraphit auf, verfügt über hervorragende Schwingungsdämpfungseigenschaften und eine gute Zerspanbarkeit, ist jedoch spröde. Zweitens weist duktilem Gusseisen (QT450/QT600) Kugelgraphit auf. Seine Festigkeit und Zähigkeit kommen denen von Stahl nahe, während die Gießbarkeit und die Schwingungsdämpfung erhalten bleiben. Drittens weist formbares Gusseisen temperierten Kohlenstoffgraphit und eine gute Zähigkeit auf. Schließlich enthält Weißguss den gesamten Kohlenstoff als Zementit. Es ist extrem hart und spröde und wird ausschließlich für Verschleißteile verwendet. Gusseisen weist eine weitaus bessere Gießflüssigkeit auf als Stahl. Dies ermöglicht die kostengünstige Herstellung großer, komplex geformter Gussteile. Grauguss hat einen Schwingungsdämpfungskoeffizienten, der 2–3-mal so hoch ist wie der von Stahl. Aus diesem Grund werden Maschinenbetten, Motorblöcke und Maschinenfundamente fast ausnahmslos aus Grauguss gefertigt. Darüber hinaus ersetzt duktiles Gusseisen teilweise geschmiedeten Stahl in Kurbelwellen, Zahnrädern und Ventilkörpern von Kraftfahrzeugen, wo Festigkeit erforderlich ist.

6. Schmiedeeisen

Schmiedeeisen ist ein Eisen mit sehr geringem Kohlenstoffgehalt (unter 0,08% C), das faserige Schlackeneinschlüsse enthält. Es ist bekannt für seine extreme Duktilität, Schmiedbarkeit und Witterungsbeständigkeit. Historisch gesehen fand es breite Anwendung bei Ketten, Toren, Geländern und Baukonstruktionen. In der modernen Industrie wurde es jedoch weitgehend durch kohlenstoffarmen Stahl ersetzt. Heute kommt Schmiedeeisen vor allem bei der Restaurierung historischer Gebäude, bei dekorativen Schmiedearbeiten und im traditionellen Handwerk zum Einsatz. In der präzisen CNC-Fertigung ist es eher selten anzutreffen.

5. Funktionen der wichtigsten Legierungselemente

Legierungselemente sind das “Rezept” zur Anpassung der Eigenschaften von Eisenmetallen. Das Verständnis der Funktion jedes einzelnen Elements ermöglicht eine fundierte Entscheidung bei der Materialauswahl.
Legierungselement Hauptfunktionen Typische Anwendungen
Chrom (Cr) Verbessert die Korrosionsbeständigkeit (≥10,51 TP3T bildet einen Passivfilm), die Härte, die Härtbarkeit und die Verschleißfestigkeit Edelstahl, Werkzeugstahl, Verchromung
Nickel (Ni) Stabilisiert Austenit, verbessert die Zähigkeit und Korrosionsbeständigkeit, senkt die Übergangstemperatur zwischen duktil und spröde Edelstahl 304/316, Hochtemperaturlegierungen
Molybdän (Mo) Verbessert die Hochtemperaturfestigkeit, die Härtbarkeit und die Lochfraßbeständigkeit (synergistisch mit Cr) Edelstahl 316, legierter Stahl 4140, Gesenkstahl H13
Mangan (Mn) Verbessert die Festigkeit, die Härtbarkeit und die Verschleißfestigkeit; neutralisiert schädliche Auswirkungen von Schwefel Nahezu alle Stähle, hochmanganhaltiger Verschleißstahl
Vanadium (V) Verfeinert die Kornstruktur, bildet harte Karbide (VC) und verbessert die Verschleißfestigkeit erheblich M2-Schnellarbeitsstahl, Werkzeugstahl, Federstahl
Silizium (Si) Verfestigung durch Mischkristalle, Erhöhung der Elastizitätsgrenze, Desoxidationsmittel Federstahl, elektrischer Siliziumstahl
Wolfram (W) Verbessert die Rotfestigkeit (Härtebeständigkeit bei hohen Temperaturen) und die Verschleißfestigkeit Schnellarbeitsstahl, Warmformstahl

6. CNC-Bearbeitungsstrategien und Fertigungsverfahren

CNC-Bearbeitung

Eisenmetalle stellen die größte Werkstoffgruppe in der CNC-Bearbeitung dar. Die Bearbeitungsstrategien unterscheiden sich jedoch je nach Sorte erheblich. Kohlenstoffarmer Stahl und leicht zerspanbarer Stahl (wie z. B. 12L14) ermöglichen hohe Schnittgeschwindigkeiten von 150–300 m/min. Außerdem lassen sich bei diesen Werkstoffen große Vorschubgeschwindigkeiten bei langer Standzeit erzielen. Dagegen werden Stahlsorten mit mittlerem Kohlenstoffgehalt und geglühter legierter Stahl mit etwa 100–200 m/min bearbeitet. Dabei muss besonders auf den Aufbauschneidkanten und die Spankontrolle geachtet werden. Austenitischer Edelstahl (304/316) weist eine starke Kaltverfestigung und eine schlechte Wärmeleitfähigkeit auf. Er sollte mit reduzierten Geschwindigkeiten von 60–120 m/min, scharfen Werkzeugen und Hochdruck-Durchflusskühlmittel bearbeitet werden. Schließlich erfordert gehärteter Stahl (über HRC 45) CBN- oder Keramikwerkzeuge für das Hartfräsen bei 80–200 m/min. Zudem sind geringe Schnitttiefen (0,1–0,3 mm) und moderate Vorschubgeschwindigkeiten erforderlich. Unabhängig vom Werkstoff müssen Werkstoff, Beschichtung, Geometrie, Schnittparameter, Kühlverfahren und Spanabfuhrstrategie des Werkzeugs auf die jeweilige Werkstoffsorte abgestimmt sein. Andernfalls führen allgemeine “Stahlparameter” häufig entweder zu Ineffizienz oder zu vorzeitigem Werkzeugversagen.

Andere Fertigungsverfahren

Neben der CNC-Bearbeitung gibt es bei der Fertigung von Eisenmetallen mehrere wichtige Verfahren. Erstens eignet sich das Gießen (Gusseisen und Stahlguss) für komplexe Formen und große Bauteile. Zweitens verbessert das Schmieden die Metalldichte und die mechanischen Eigenschaften und eignet sich für Wellen, Zahnräder und andere tragende Bauteile. Drittens eignet sich das Schweißen am besten für kohlenstoffarmen Stahl. Stähle mit hohem Kohlenstoffgehalt und hochlegierte Stähle erfordern eine Vorwärmung sowie eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen. Viertens eignen sich Stanzen und Biegen am besten für kohlenstoffarmes Stahlblech. Ein steigender Kohlenstoffgehalt verringert die Umformbarkeit. Fünftens dient das Schleifen der Endbearbeitung nach der Wärmebehandlung sowie der Erzielung hochpräziser Oberflächen. Schließlich umfasst die Oberflächenbehandlung Verzinkung, Schwarzoxidierung, Passivierung, Aufkohlung, Nitrierung und Hartverchromung. Ein wichtiger Hinweis: Schweißen und Wärmebehandlung verursachen thermische Verformungen. Daher sollte bei Präzisionsbaugruppen mit strengen Anforderungen an Lage und Ebenheit die Endbearbeitung stets erst nach dem Schweißen und der Wärmebehandlung erfolgen. Zudem beeinflusst die Schichtdicke der Oberflächenbehandlungen auch die Gewindepassung und die Bohrungstoleranzen. So führt beispielsweise die Verzinkung zu einer Zunahme von 5–25 µm, während die Hartverchromung 10–100 µm hinzufügt. Hersteller müssen diese Werte bei der Zeichnungsplanung berücksichtigen.

7. Typische Anwendungsbereiche

  • Automobilindustrie: Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt und legierter Stahl für Kurbelwellen, Pleuelstangen, Zahnräder und Wellen; Edelstahl für Abgassysteme und Fluidkomponenten; duktilem Gusseisen für Kurbelwellen und Gehäuse.
  • Industrielle Ausrüstung: Grauguss für Maschinenbetten und -gestelle (hervorragende Schwingungsdämpfung); legierter Stahl für Zahnräder, Wellen und Hydraulikkomponenten; Werkzeugstahl für Matrizen und Stempel.
  • Medizinbranche: Edelstahl 304/316 und 17-4PH für chirurgische Instrumente, Implantate, Gerätekomponenten und Halterungen, die Korrosionsbeständigkeit, Sterilisierbarkeit und Maßhaltigkeit erfordern.
  • Luft- und Raumfahrt: Hochfester Stahl und Edelstahl für Fahrwerkskomponenten, Befestigungselemente, Wellen, Lager, Stellantriebe und motorbezogene Bauteile. Obwohl Stahl eine höhere Dichte als Aluminium oder Titan aufweist, ist er bei Bauteilen mit extremen Anforderungen an Tragfähigkeit und Verschleißfestigkeit nach wie vor unersetzlich.
  • Automatisierung und Robotik: Gehärteter Stahl für Lagerflächen, Führungsbahnen, Zahnräder und Mechanismen mit wiederholtem Kontakt. Die hohe Steifigkeit und Verschleißfestigkeit von Stahl bieten bei diesen Anwendungen erhebliche Vorteile.
  • Bauwesen und Infrastruktur: Baustahl (Q235, Q345) für Träger, Stützen und Brücken; Bewehrungsstahl für Beton; verzinkter Stahl für korrosionsbeständige Konstruktionen im Außenbereich.
  • Energie und Schwermaschinen: Legierter Stahl und Edelstahl für Ventile, Pumpen, Turbinen und Druckbehälter. In Umgebungen mit hohen Temperaturen, hohem Druck und korrosiven Bedingungen kommen die Leistungsvorteile von legiertem Stahl besonders deutlich zum Tragen.

8. Vorteile und Einschränkungen

Vorteile Einschränkungen
Hohe Festigkeit und Steifigkeit, hervorragende Tragfähigkeit Hohe Dichte (7,0–8,0 g/cm³), ungeeignet für extreme Gewichtsreduzierung
Wärmebehandelbar, großer Einstellbereich für die Leistungsoptimierung Kohlenstoffstahl und Gusseisen rosten leicht und erfordern einen Oberflächenschutz
Hervorragende Verschleißfestigkeit, große Auswahl an Sorten Eine hohe Härte und ein hoher Legierungsgehalt erhöhen den Bearbeitungsaufwand und die Werkzeugkosten.
Magnetisch (die meisten Sorten), geeignet für elektromagnetische Anwendungen Bestimmte Edelstähle unterliegen einer starken Kaltverfestigung und sind schwer zerspanbar.
In hohem Maße rezyklierbar; die magnetischen Eigenschaften erleichtern die Sortierung Stähle mit hohem Kohlenstoffgehalt und hochlegierte Stähle lassen sich nur schlecht schweißen und erfordern eine Vorwärmung sowie eine Nachbehandlung.
Kostenkontrollierbare, ausgereifte Lieferkette Edelstähle und Werkzeugstähle verursachen höhere Materialkosten
Umfassendes Angebot an Guss-, Schmiede-, Schweiß- und Zerspanungsverfahren Die Wärmebehandlung führt zu Verformungen und erfordert eine sorgfältige Abfolge der Prozessschritte
Es ist wichtig zu betonen, dass das stärkste Material nicht unbedingt die beste Wahl ist. Die Kosten für das Fertigteil, der Fertigungsaufwand, die Korrosionsbeständigkeit und die Einsatzumgebung sollten umfassend bewertet werden. Beispielsweise führt die Wahl von vergütetem 4340-Legierungsstahl für eine Halterung, die nur mäßigen Belastungen standhalten muss, nicht nur zu höheren Material- und Bearbeitungskosten. Aufgrund der schlechten Schweißbarkeit können dadurch auch die Montagekosten steigen. In diesem Fall ist 1018-Kohlenstoffarmstahl wahrscheinlich die sinnvollere Wahl.

9. Leitfaden zur Materialauswahl

Die Auswahl des richtigen Eisenmetalls für die CNC-Bearbeitung erfordert eine systematische Bewertung anhand der folgenden fünf Kriterien. Es sollte nicht einfach das “festeste” oder “günstigste” Material gewählt werden.
  1. Zuerst Festigkeit und Belastung: Wählen Sie die Werkstoffe entsprechend den tatsächlichen Anforderungen an Zugfestigkeit, Streckgrenze, Dauerfestigkeit und Schlagzähigkeit aus. Für Halterungen und Abdeckungen ist kohlenstoffarmer Stahl ausreichend; für Wellen und Zahnräder wird Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt oder legierter Stahl verwendet; für hochbelastete Bauteile kommen hochfeste Legierungen wie 4340 zum Einsatz.
  2. Korrosionsbeständigkeit an zweiter Stelle: In feuchten Umgebungen oder Umgebungen mit chemischen Einflüssen oder Salznebel ist Edelstahl erforderlich (304 für den allgemeinen Gebrauch, 316 für Chloridbeständigkeit). In trockenen Innenräumen hingegen sind Lösungen aus Kohlenstoffstahl mit Verzinkung oder Lackierung kostengünstiger und durchaus geeignet.
  3. Zerstellbarkeit, dritter Punkt: Bei Bauteilen mit tiefen Hohlräumen, vielen Bohrungen, komplexen Konturen oder hohem Materialabtrag sollte eine gute Zerspanbarkeit im Vordergrund stehen (z. B. leicht zerspanbarer Stahl 12L14, geglühter Stahl 4140). Festere, aber weniger gut zerspanbare Werkstoffe mögen zwar technisch machbar sein, führen jedoch zu deutlich höheren Bearbeitungskosten.
  4. Hitze- und Verschleißfestigkeit – Platz 4: Bei hohen Temperaturen sowie unter Reibungs- und Verschleißbedingungen eignen sich legierter Stahl, Werkzeugstahl oder eine geeignete Edelstahlsorte. Die Oberflächenleistung lässt sich durch Aufkohlen, Abschrecken und Anlassen, Nitrieren oder Induktionshärten weiter verbessern.
  5. Kosten und Produktionsvolumen: Platz fünf: Bewerten Sie umfassend Materialkosten, Bearbeitungszeit, Werkzeugverschleiß, Wärmebehandlung, Schleifen, Beschichtung, Prüfung und Ausschussquote. Prototypen und Kleinserien lassen sich am flexibelsten durch CNC-Bearbeitung von Stangenmaterial herstellen; bei der Serienfertigung können Schmiedeteile, Gussteile oder fast endkonturgenaue Rohlinge verwendet werden, um das Bearbeitungsaufmaß zu reduzieren.

10. Recycling

Eisenmetalle gehören zu den am besten recycelbaren Werkstoffen. Stahl und Eisen lassen sich wiederholt recyceln, einschmelzen und wiederverwenden. Dank ihrer magnetischen Eigenschaften lassen sie sich mittels magnetischer Sortierung leicht aus gemischten Abfällen trennen. Der Recyclingprozess umfasst mehrere Schritte. Zunächst erfolgt die Abfallsammlung und -sortierung. Anschließend erfolgt die magnetische Trennung der eisenhaltigen Materialien. Als Nächstes erfolgt das Zerkleinern oder Scheren. Danach werden Verunreinigungen (Beschichtungen, Öl, Nichteisenmetalle) entfernt. Anschließend erfolgt das Einschmelzen und Veredeln mit Anpassung der Zusammensetzung. Schließlich wird der Schrott zu neuen Stahl- oder Eisenbarren gegossen, worauf Walzen, Schmieden oder die Weiterverarbeitung folgen. Auch bei der CNC-Bearbeitung anfallende Stahl- und Eisenspäne sind wichtige wiederverwertbare Ressourcen. Die getrennte Lagerung von Spänen verschiedener Legierungen erhöht den Schrottwert erheblich und verringert Verunreinigungen in der Zusammensetzung. Für Hersteller verbessert ein organisiertes Abfallmanagement nicht nur die Einnahmen aus dem Recycling. Es sorgt auch für mehr Sauberkeit in der Werkstatt und eine bessere Rückverfolgbarkeit der Materialien.

11. Bearbeitungsmöglichkeiten für Eisenmetalle bei PartsMastery

PartsMastery bietet präzise CNC-Bearbeitung für das gesamte Spektrum der Eisenmetalle. Das Unternehmen verfügt über 3-Achsen-, 4-Achsen- und 5-Achsen-Bearbeitungszentren, CNC-Drehmaschinen, Schleifmaschinen und EDM-Anlagen. Zu den bearbeitbaren Werkstoffen gehören kohlenstoffarmer Stahl (1018, Q235), Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt (1045, 40Cr), kohlenstoffreicher Stahl (1095), legierter Stahl (4140, 4340, 42CrMo), Edelstahl (304, 316, 316L, 17-4PH, 2205), Werkzeugstahl (D2, H13, S7, M2, O1), Gusseisen (HT200, HT250, QT450, QT600) sowie Schnellarbeitsstahl. Die Präzision bei der Nachbearbeitung lässt sich auf ±0,005 mm kontrollieren. Die Oberflächenrauheit kann Ra 0,4 µm (Schlichtfräsen) oder Ra 0,1 µm (Schleifen) erreichen. Zu den unterstützten Nachbehandlungen gehören Härten und Anlassen, Aufkohlen, Nitrieren, Induktionshärten, Verzinken, Schwarzoxidieren, Passivieren, Hartverchromen, Pulverbeschichten und Eloxieren. Alle Teile durchlaufen vor dem Versand eine vollständige Maßprüfung auf einer Koordinatenmessmaschine (CMM). Materialzertifikate, Wärmebehandlungsberichte und Prüfberichte werden bereitgestellt. Von einzelnen Prototypen bis hin zur Serienfertigung erstellt PartsMastery maßgeschneiderte Bearbeitungspläne auf Basis der Materialeigenschaften.

12. Zusammenfassung

Eisenmetalle sind eine Gruppe von Werkstoffen auf Eisenbasis, die sechs Hauptkategorien umfasst: Kohlenstoffstahl, Edelstahl, legierter Stahl, Werkzeugstahl, Gusseisen und Schmiedeeisen. Ihre wesentlichen Vorteile sind hohe Festigkeit, hervorragende Verschleißfestigkeit, Warmverformbarkeit, eine große Auswahl an Güten sowie Kostenkontrolle. Gleichzeitig sind ihre Hauptnachteile die relativ hohe Dichte, die Korrosionsanfälligkeit von Kohlenstoffstahl und die schwierigen Bearbeitungsbedingungen bei hochharten Werkstoffen. Der Kohlenstoffgehalt dient als zentrales Klassifizierungskriterium. Legierungselemente sind der Schlüssel zur Abstimmung der Eigenschaften. In der praktischen Technik sollte bei der Werkstoffauswahl eine umfassende Bewertung anhand von fünf Dimensionen erfolgen: Belastung, Umgebung, Zerspanbarkeit, Hitze- und Verschleißfestigkeit sowie Gesamtkosten. Es sollte nicht auf Extreme bei einer einzelnen Eigenschaft abgezielt werden. CNC-Bearbeitungsstrategien müssen auf die jeweilige Stahlsorte, den Härtezustand und den Wärmebehandlungszustand abgestimmt sein. Allgemeine “Stahlparameter” führen häufig zu Ineffizienz oder vorzeitigem Werkzeugversagen. Durch die richtige Abstimmung von Werkstoffen, Werkzeugen, Parametern und Verfahren können Hersteller die Leistung der Bauteile sicherstellen und gleichzeitig die Bearbeitungskosten sowie die Lieferzeiten effektiv kontrollieren.

Häufig gestellte Fragen

Welche Metalle sind Eisenmetalle?

Eisenmetalle sind Metalle und Legierungen, bei denen Eisen der Hauptbestandteil ist. Dazu gehören Kohlenstoffstahl, Edelstahl, legierter Stahl, Werkzeugstahl, Gusseisen und Schmiedeeisen. Kohlenstoffstahl kann bis zu etwa 2,11 TP3T Kohlenstoff enthalten. Bei Gusseisen liegt der Kohlenstoffgehalt typischerweise über 21 TP3T. Edelstahl enthält mindestens etwa 10,51 TP3T Chrom, um Korrosionsbeständigkeit zu gewährleisten. Ihre Eigenschaften variieren stark. Doch ihre hohe Festigkeit, Langlebigkeit, Verschleißfestigkeit und Recyclingfähigkeit machen sie zu den wichtigsten Werkstoffen im Maschinenbau.

Was sind die zehn häufigsten Eisenmetalle?

Zu den zehn gängigsten Eisenmetallen bzw. Baustählen zählen mehrere bekannte Sorten. Dazu gehören kohlenstoffarmer Stahl (1018), Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt (1045), legierter Stahl 4140, legierter Stahl 4340, Edelstahl 304, Edelstahl 316, ausscheidungsgehärteter Edelstahl 17-4PH, Werkzeugstahl D2, Grauguss (HT200) und duktiler Guss (QT600). Ihre Eigenschaften unterscheiden sich erheblich. 1018 ist kostengünstig und leicht zu bearbeiten. 4140 bietet eine höhere Festigkeit und ein besseres Warmbehandlungsverhalten. 316 zeichnet sich durch hervorragende Korrosionsbeständigkeit aus. Gusseisen verbindet ausgezeichnete Schwingungsdämpfung mit Verschleißfestigkeit.

Ist Gold ein Eisenmetall?

Nein. Gold ist ein Nichteisen-Edelmetall, da Eisen nicht sein Hauptbestandteil ist. Reines Gold hat eine Dichte von etwa 19,3 g/cm³. Sein Wert liegt in seiner Korrosionsbeständigkeit, seinen guten elektrischen Eigenschaften, seiner Formbarkeit und seiner chemischen Beständigkeit. Diese Eigenschaften unterscheiden sich von der hohen Festigkeit, die für viele Eisenlegierungen charakteristisch ist. Im Gegensatz zu Kohlenstoffstahl bildet Gold keinen Eisenoxidrost. Daher gehört es nicht zu den eisenbasierten Konstruktionsmetallen.

Welches ist das festeste Eisenmetall?

Kein einzelnes Eisenmetall ist absolut das stärkste. Der Grund dafür ist, dass sich der Begriff “Festigkeit” auf Zugfestigkeit, Streckgrenze, Druckfestigkeit, Dauerfestigkeit oder Schlagzähigkeit beziehen kann. Hochentwickelte, wärmebehandelte legierte Stähle können eine Zugfestigkeit von über 1500 MPa erreichen. Speziell entwickelte ultrahochfeste Stähle liegen sogar noch darüber. In der praktischen CNC-Bearbeitung werden für hochfeste Bauteile üblicherweise Stahlsorten wie 4140 und 4340 verwendet. Dabei müssen jedoch Härte, Zähigkeit, das Verhalten bei der Wärmebehandlung, das Ermüdungsverhalten, die Zerspanbarkeit und Sicherheitsfaktoren gleichzeitig berücksichtigt werden.

Sind Kupfer und Aluminium Eisenmetalle?

Beides ist kein Eisenmetall. Sowohl Kupfer als auch Aluminium sind Nichteisenmetalle, da Eisen nicht ihr Hauptbestandteil ist. Reines Kupfer hat eine Dichte von etwa 8,96 g/cm³. Hochleitfähiges Kupfer erreicht Werte nahe 100% IACS. Dadurch eignet es sich besser als gewöhnlicher Stahl für elektrische und thermische Anwendungen. Reines Aluminium hat eine Dichte von etwa 2,70 g/cm³. Das entspricht etwa einem Drittel der Dichte von gewöhnlichem Stahl (ca. 7,8 g/cm³). Daher findet es breite Anwendung in Leichtbauteilen, Konstruktionen für die Luft- und Raumfahrt, Gehäusen und Kühlkörpern. Wenn Steifigkeit, Verschleißfestigkeit oder Tragfähigkeit wichtiger sind als Gewichtsreduzierung, werden in der Regel Eisenstähle bevorzugt.  

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